Beringung

Beringung
Links ein gelber Fußring, der schon von weitem gut abzulesen ist; rechts der Metallring der Vogelwarte Helgoland - wie man sieht, kann man ihn nicht ohne weiteres vollständig ablesen.

Halsring statt Fußring - für Gänse die nicht in Parks leben.
Halsringe lassen sich einfacher ablesen, stören aber die Optik - daher werden sie kaum noch verwendet.

Seit Urzeiten werden Vögel zu Forschungszwecken mit Fussringen ausgestattet. Insbesondere bei den Zugvögeln verspricht man sich Erkenntnisse über den Vogelzug. Weltweit werden Ringfunde an die Vogelberingungszentralen gemeldet. Im Internetzeitalter eine einfache Sache!

Inzwischen kann man Vögel sogar mit GPS Sendern ausstatten. Das geht derzeit natürlich nur mit großen Vögeln, wie zum Beispiel den Störchen. Da hat der NABU ein schönes Projekt "Störche auf Reisen", wo man auf Karten und in Blogs lesen kann, was die Störche gerade so machen. Erstaunlich ist, dass die Storchen-Brutpaare sich trennen - Herr und Frau Storch überwintern meistens an ganz unterschiedlichen Orten - und kehren pünktlich zur Brutzeit an ihr gemeinsames Nest zurück. Unglaublich! Auch kleinere Vögel wie die Kuckucks werden schon besendert.

Besenderte Kanadagänse sind mir leider nicht bekannt. Hier wird noch auf die althergebrachte Vogelringmethode gesetzt.

Es gibt mehrere Arten von Ringen. Besonders gut abzulesen sind die großen gelben Ringe mit den 3 Buchstaben. Bei den zahmen Parkvögeln, die auf kurzem Rasen laufen, werden die Ringe am Gänsefüßchen festgemacht.

Bei den "richtig wilden" Gänsen, die nicht im Park wohnen, macht man sie auch gerne mal am Hals fest, damit man sie besser ablesen kann - auch wenn die Gans im hohen Gras läuft, auf dem Wasser schwimmt oder an Land ausruht, ohne dass man ihre Füßchen sehen kann.

Wegen der störenden Optik (Vogelbeobachtung ist ein weit verbreitetes Hobby/Naturerlebnis mit steigendem Zulauf!) wird das aber nicht mehr so häufig gemacht.

Und dann gibt es noch die Metallringe von den deutschen Vogelwarten (Helgoland, Hiddensee, Radolfzell) die leider sehr schwer abzulesen sind. Man muss einmal um die Gans herum kommen - oder die Gans muss sich mal drehen - damit man die gesamte mindestens 5stelllige Zahlenkombination ablesen kann. Metallringe werden immer am Fuß festgemacht. Bei ganz kleinen Vögeln kann man die Ringe nur noch ablesen wenn man das Tier fängt oder tot auffindet.

Wenn Sie beringte Kanadagänse entdecken, melden Sie diese bitte an ringgans@gmx.de - mit Zeit, Ort und Gruppengröße. Als Antwort erhalten Sie den Lebenslauf der Gans - mit den Beringungsdaten und Wiederfunden.

Leider werden so viele Gänse sinnlos erschossen, dass die Ringe sehr schnell aus dem Verkehr gezogen werden. In Mülheim an der Ruhr ist es sogar so weit gekommen, dass es gar keine beringten Gänse mehr gibt - obwohl die Tiere eine Lebenserwartung von 20 Jahren haben.

Weitere Infos

Mehr Infos zur Beringung der Kanadagänse finden Sie unter www.kanadagans.de

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