Gänsetourismus

Der Vogelzug der arktischen Gänse stößt auf so viel Interesse, dass naturinteressierte Menschen weite Wege auf sich nehmen, um die Wintergänse an ihren Überwinterungsplätzen in Deutschland zu sehen. Mit Reisebussen werden die Touristen zu den Gänsen gefahren, um die Besucherströme zu kanalisieren und Störungen der erschöpften, weit gereisten Tiere zu minimieren. Tausende Menschen nehmen jährlich an den Gänsesafaris vom NABU teil.

Unsere zahmen Sommergänse, an deren Leben wir "gans nah" teilhaben können, finden derweil kaum die Beachtung, die sie verdient haben. Man könnte meinen, dass sie nichts besonderes sind, ein alltäglicher Anblick wie die Stadttauben, die Rotkehlchen und Amseln im Garten.

Und obwohl wir in direkter Nachbarschaft wohnen, wissen die meisten Menschen überhaupt nichts über ihre tierischen Nachbarn. Kaum ein Kind kann eine Kohlmeise von einer Blaumeise unterscheiden. Kaum ein Erwachsener weiß den Unterschied zwischen Kanadagans, Graugans und Nilgans.

Wer sich einmal näher mit Vögeln oder Gänsen im speziellen beschäftigt, wird schnell merken, um welch interessantes Spektrum es sich handelt. Und so werden es immer mehr Menschen, die Spaß an der Vogelbeobachtung finden und auch an der Beobachtung der Gänse.

Während im Ausland Millionen (!) Menschen dem "birdwatching" huldigen, liegt in Deutschland die Anzahl der Vogelbeobachter gerade mal im unteren 5stelligen Bereich - mit steigender Tendenz.

Gänse im Formationsflug

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