Schwingenmauser

Kanadagänse durchleben im Juni/Juli eine Schwingenmauser, bei der alle Schwungfedern ihrer Flügel gleichzeitig gewechselt werden. Das heißt, die vorhandenen Federn werden abgestoßen und neue Federn wachsen nach. In dieser Zeit sind die Gänse flugunfähig. Sie sammeln sich an zentralen Mauserplätzen an größeren Gewässern, denn auf dem Wasser sind sie sicher.

Da sich in dieser Zeit sehr viele Vögel auf einem sehr begrenzten Raum aufhalten, fallen verschmutzte Wiesen auf. Stadtmenschen fühlen sich durch die Verschmutzungen gestört und beschweren sich. Die wenigsten Menschen wissen, dass die Hinterlassenschaften der Gänse völlig harmlose Graspampe ist. Auf den ersten Blick sieht man eben Kot - und der Mensch hat gelernt, dass man sich vor Kot ekelt. Angeboren ist der Ekel nicht. Kinder empfinden Gänsekot nicht als ekelig. Sie stören sich nicht daran, hineinzutreten - bis die Mama schimpft und ihnen beibringt, dass das etwas ganz schlimmes ist.

Dabei ist der Gänsekot genauso wenig schlimm wie die Hinterlassenschaften des geliebten Meerschweinchens, Kaninchen oder Ponys. Der Kot der Pflanzenfresser ist harmlos - das sollten die Kinder lernen - auch wenn sich über den Anblick streiten lässt.

 

Massenvernichtung von Gänsen
während der Schwingenmauser

In Holland werden die flugunfähigen Gänse - Mütter, Väter und gerade geborene Kinder - zu hunderttausenden in LKW verladen und vergast. Kaum jemand nimmt Notiz davon. Die Öffentlichkeit sieht einfach weg.

Weitere Infos

http://www.derwesten.de

 

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